Eigenes Kaufangebot an die Heyge-Stiftung

Wir haben nun ein eigenes Kaufangebot der Heyge-Stiftung übergeben, um als Genossenschaft das Gebäude langfristig als kulturellen Ort für Weimar zu sichern und solidarische Mietmodelle zu ermöglichen.

Nachdem unsere Bemühungen um die Überführung des Bieterverfahrens in ein Konzeptverfahren durch den Vorstand der Heyge-Stiftung abgelehnt wurden, möchten wir trotzdem versuchen das Gebäude als Genossenschaft zu erwerben. Ein Kaufgebot hat der Vorstand der dafür gegründeten und zum Bieterverfahren offiziell zugelassenen GbR fristgerecht am Montag, 7. Oktober 2019 eingereicht.

Mit der Finanzierungszusage durch die Bank sind wir unserem Ziel einen großen Schritt nähergekommen, als Genossenschaft das alte Notenbank-Gebäude zu erwerben, um den Charakter dieses Ortes langfristig zu sichern“, freut sich Lars Christoph vom Vorstand der GbR der Mietergemeinschaft. Der Weg bis hierhin war bereits kompliziert, da trotz anderslautender Aussagen der Heyge-Stiftung und der, mit dem Verkauf beauftragten Firma R.O.I., lange zentrale Informationen gefehlt haben, um eine Finanzierungszusicherung der Bank zu erhalten. Dass dies nun dennoch geklappt hat, wertet die Mietergemeinschaft auch als Vertrauen der Bank in ihre Idee. „Gekauft ist die Notenbank damit jedoch noch lange nicht. Wir konkurrieren mit Großinvestoren und das Verfahren läuft aktuell so, dass wohl das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag erhalten wird. Wie lange wir da mithalten können, bleibt abzuwarten“, sagt der GbR-Vorstand.

Ziel der Mietergemeinschaft ist es, dass das Notenbank-Gebäude nicht zu einem Renditeobjekt wird, sondern als kultureller Ort in und für Weimar mit seinem besonderen Geist erhalten bleibt und für möglichst viele Menschen weiter nutzbar ist. Um mit den Geboten der Großinvestoren mithalten zu können, setzen wir für unseren Genossenschaftsplan auf eine breite, auch finanzielle Unterstützung aus der Weimarer Öffentlichkeit.

8. Oktober 2019